Der Winter 2010 hat es gezeigt, und jeder Eisregen erinnert daran: Schnee- und Eislast bringen selbst gesunde Bäume zum Brechen. Ein Kubikmeter nasser Schnee wiegt bis zu 400 Kilogramm – auf einer ausladenden Krone summieren sich Tonnen.
Welche Bäume gefährdet sind
- Immergrüne wie Kiefer, Fichte, Thuja und Kirschlorbeer – sie halten den Schnee im Laub
- Bäume mit schwachen Zwieseln und ausladenden, flachen Ästen
- Birken und Robinien mit langen, dünnen Trieben
- Bäume mit Totholz oder Vorschäden
- Säulen- und Kugelformen, die von oben belastet werden
Was Sie selbst tun können
- Hecken und kleine Bäume vorsichtig von unten abschütteln, solange der Schnee locker ist – nie bei gefrorenem Schnee ziehen.
- Säulenförmige Gehölze mit einer Schnur locker zusammenbinden.
- Nach dem Tauwetter Kronen auf hängende, angebrochene Äste kontrollieren.
Was Sie lassen sollten
Nicht unter belasteten Bäumen arbeiten oder parken. Nicht mit Leiter und Säge an vereiste Äste gehen. Gebrochene, noch hängende Äste („Widowmaker“) nicht selbst entfernen – sie fallen unberechenbar.
Vorbeugen im Herbst
Kronenpflege, Totholzentfernung und Kronensicherung reduzieren die Bruchgefahr erheblich. Bei Hecken hilft die Trapezform mit schmaler Oberkante, damit der Schnee nicht die ganze Breite belastet.
Nach dem Schneebruch
Wir entfernen hängende und gebrochene Kronenteile sicher von der Hubarbeitsbühne oder per Seilklettertechnik, schneiden Bruchstellen fachgerecht nach und prüfen, ob der Baum erhalten werden kann. Bei Schäden an Gebäuden liefern wir die Dokumentation für Ihre Versicherung.






