Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) hat sich in den warmen Jahren in Cottbus, Kolkwitz und im Spreewald massiv ausgebreitet. Wer die Zeichen kennt, kann früh reagieren – und Gesundheitsschäden vermeiden.
Die Nester
Ab Ende Mai bilden die Raupen an Eichen weißlich-graue, filzige Gespinstnester – am Stamm, in Astgabeln, unter starken Ästen. Frische Nester sind hell und faustgroß, alte Nester werden bräunlich, bleiben aber jahrelang am Baum und voller Brennhaare.
Die Raupen
Charakteristisch sind die „Prozessionen“: Raupen, die in langen Reihen hintereinander den Stamm hinaufwandern – abends und nachts zum Fressen in die Krone, tagsüber zurück ins Nest. Die Raupen sind graubraun, bis vier Zentimeter lang, mit langen weißen Haaren und einem dunklen Rückenstreifen.
Die Symptome beim Menschen
- Stark juckender Hautausschlag (Raupendermatitis) an unbedeckten Stellen, oft ohne direkten Kontakt mit dem Baum
- Gerötete, brennende Augen, Bindehautentzündung
- Husten, Reizung der Atemwege bis hin zu Atemnot bei Empfindlichen
- Symptome auch bei Hunden: Speichelfluss, geschwollene Zunge nach Kontakt
Wo Sie suchen sollten
Einzeln stehende Eichen an Waldrändern, Alleen, Spielplätzen, Campingplätzen, Friedhöfen und Radwegen sind bevorzugte Standorte. Prüfen Sie im Juni den Stammbereich bis in vier Meter Höhe und Astgabeln – möglichst mit dem Fernglas, nie aus nächster Nähe.
Was Sie nicht tun sollten
Nester nicht berühren, nicht abschlagen, nicht mit dem Schlauch abspritzen und nicht abbrennen. Jede dieser Maßnahmen verteilt Millionen Brennhaare in der Umgebung, wo sie bis zu zehn Jahre wirksam bleiben.
Was Sie tun sollten
Bereich absperren, Personen fernhalten, Fotos machen und den Fachbetrieb rufen. Wir entfernen Nester im geschlossenen Absaugverfahren im Vollschutz – oft innerhalb von 24 bis 48 Stunden.






