Nicht die Raupe ist das Problem, sondern ihre Haare: Ab dem dritten Larvenstadium – meist ab Mai – tragen die Raupen bis zu 700.000 winzige Brennhaare, die bei Berührung abbrechen und das Nesselgift Thaumetopoein freisetzen. Der Wind trägt sie hunderte Meter weit.
Die Symptome
- Haut: Innerhalb von Stunden stark juckende Quaddeln und Knötchen, vor allem an Hals, Armen, Gesicht – die Raupendermatitis, die bis zu zwei Wochen anhält.
- Augen: Rötung, Schwellung, Bindehautentzündung; Brennhaare können in die Hornhaut eindringen.
- Atemwege: Husten, Halsschmerzen, Bronchitis, bei Asthmatikern Atemnot.
- Allgemein: Schwindel, Fieber, Müdigkeit; selten allergischer Schock.
Erste Hilfe bei Kontakt
- Kleidung im Freien ausziehen und bei 60 Grad waschen.
- Gründlich duschen, Haare waschen – Brennhaare nicht abreiben, sondern abspülen.
- Haut mit Klebeband abtupfen, um verbliebene Haare zu entfernen.
- Augen mit klarem Wasser spülen, nicht reiben.
- Bei Atemnot, starken Augenbeschwerden oder Kreislaufproblemen sofort ärztliche Hilfe suchen.
Warum Altnester gefährlich bleiben
Die Haare verlieren ihre Wirkung nicht. In alten Nestern, im Laub, in Rindenritzen und im Boden unter Eichen bleiben sie jahrelang aktiv – deshalb sind auch Altnester im Herbst und Winter zu entfernen, und deshalb sollte unter befallenen Eichen weder gerastet noch gemäht werden.
So schützen Sie sich
Befallene Bereiche meiden, Kinder und Hunde fernhalten, bei Gartenarbeit unter Eichen langärmelige Kleidung tragen, Wäsche nicht unter befallenen Bäumen trocknen. Und den Befall dem Eigentümer oder der Gemeinde melden – damit die Nester fachgerecht entfernt werden.





