Über 35 Grad, wochenlang kein Regen, Sandboden: Der Hochsommer in der Niederlausitz ist für Bäume die härteste Zeit des Jahres. Mit wenigen Maßnahmen helfen Sie Ihren Bäumen durch – und vermeiden Fehler, die den Stress verschlimmern.
Was hilft
- Wässern: Jungbäume ein- bis zweimal wöchentlich mit 50 bis 100 Litern; ältere Bäume nur bei extremer Dürre, dann mit mehreren hundert Litern am Kronenrand.
- Mulchen: Eine dicke Mulchschicht hält den Boden kühl und feucht.
- Baumscheibe offen halten: kein Rasen, keine Versiegelung in Stammnähe.
- Beobachten: Auf Totholz achten – trockene Äste brechen bei Sommergewittern.
Was Sie lassen sollten
- Keine starken Schnitte: Jede Wunde kostet Wasser und Energie. Kronenschnitte in den Herbst verschieben.
- Nicht düngen: Dünger verstärkt den Wasserbedarf.
- Keine Bodenarbeiten im Wurzelbereich: Gräben, Aufschüttungen und Baumaschinen sind jetzt doppelt schädlich.
- Nicht täglich sprengen: Oberflächliches Wässern erzieht Flachwurzler und verdunstet.
Hitzeschäden erkennen
Sonnenbrand an der Rinde (Risse, abplatzende Rinde an der Südwestseite), Blattrandnekrosen, vorzeitiger Laubfall, absterbende Kronenspitzen. Bei Kiefern und Fichten: braune Nadeln und Harzfluss – oft gefolgt von Borkenkäferbefall.
Sommerarbeiten, die trotzdem gehen
Totholzentnahme, Sommerschnitt an Kirsche und Pflaume nach der Ernte, Formschnitt an Hecken (nicht in der Mittagshitze) und die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Alles andere wartet auf den Herbst.






