Der Walnussbaum ist der Hofbaum der Lausitz – groß, schattenspendend und bei richtiger Pflege über hundert Jahre alt. Beim Schnitt gilt allerdings eine Besonderheit: Wer im Frühjahr schneidet, sieht den Baum tagelang „bluten“. Der Saftverlust schwächt ihn und öffnet Pilzen die Tür.
Der richtige Zeitpunkt
Walnüsse schneidet man im Spätsommer bis Frühherbst, etwa von Ende August bis Anfang Oktober – nach der Ernte, solange der Baum noch im Laub steht und Wunden aktiv verschließt. Im Winter und Frühjahr ist der Saftdruck zu hoch. Ausnahme: kleine Totholzentnahmen sind ganzjährig möglich.
So wird geschnitten
- Sparsam: Walnüsse vertragen keine starken Eingriffe – maximal 10 bis 15 Prozent der Krone pro Jahr.
- Ableiten statt kappen: Äste werden auf einen schwächeren Seitentrieb zurückgenommen, nie mittendurch gesägt.
- Saubere Schnitte am Astring; große Wunden über zehn Zentimeter vermeiden.
- Totholz, sich kreuzende Äste und Wasserreiser entfernen; die Krone ausreichend licht halten.
Junge Walnüsse erziehen
In den ersten Jahren wird ein Stamm mit vier bis fünf gut verteilten Leitästen aufgebaut. Der Erziehungsschnitt entscheidet über die spätere Stabilität – gerade bei Walnüssen, deren schwere Äste im Alter gern ausbrechen.
Alte Walnüsse mit Bruchgefahr
Ausladende, überlange Äste über Dächern oder Hofeinfahrten kürzen wir vorsichtig ein oder sichern sie mit einer Kronensicherung. Radikale Verjüngungsschnitte verkraften alte Walnüsse nicht – hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Wir schneiden Walnussbäume in Cottbus und Umgebung im September und Oktober. Termine sind begrenzt – bitte rechtzeitig anfragen.






