Was macht ein Baumpflegebetrieb eigentlich den ganzen Tag? Mehr als sägen. Ein typischer Einsatztag in Cottbus und Umgebung – von der Vorbereitung bis zur Übergabe.
7:00 Uhr – Vorbereitung
Fahrzeug- und Gerätecheck: Motorsägen, Seile, Klettergurte, Hubarbeitsbühne. Jedes Teil der Kletterausrüstung wird vor dem Einsatz geprüft. Dann Blick auf den Tagesplan: heute eine Kronenpflege an zwei Eichen in Kolkwitz, danach eine Fichtenabtragung in Cottbus-Ströbitz.
8:00 Uhr – Erster Einsatz
Absprache mit dem Kunden vor Ort: Was genau soll passieren, wo darf die Bühne stehen, wo bleibt das Holz? Absperrung aufbauen, Stützen unterlegen. Dann geht es in die Krone: Totholz raus, Zwiesel prüfen, Lichtraum zur Straße herstellen. Der Bodenmann räumt, häckselt und behält den Bereich im Blick.
11:30 Uhr – Aufräumen und Übergabe
Rasen abrechen, Weg fegen, Fotos für die Dokumentation. Kurzer Rundgang mit dem Kunden – zufrieden? Dann weiter.
12:30 Uhr – Zweiter Einsatz
Die Fichte steht zwei Meter neben dem Wohnhaus, dahinter das Gewächshaus des Nachbarn. Kein Fall für die Bühne – der Standplatz fehlt. Also Seilklettertechnik: Der Kletterer steigt auf, trägt die Krone in Abschnitten ab, der Bodenmann lässt jedes Stück am Rigging-Seil ab. Nach drei Stunden steht nur noch der Stumpf – und der wird nächste Woche gefräst.
16:30 Uhr – Rückfahrt
Holz abladen, Häcksler leeren, Geräte reinigen, Ausrüstung trocknen. Anfragen des Tages durchsehen, Besichtigungstermine planen, Angebote schreiben. Und morgen? Ein Eichenprozessionsspinner-Einsatz in Burg – die Vollschutzanzüge liegen bereit.
Was diesen Beruf ausmacht
Jeder Baum ist anders, jeder Tag draußen, jede Entscheidung braucht Fachwissen und Erfahrung. Und am Ende steht ein Ergebnis, das man sehen kann – ein gesunder Baum, ein sicheres Grundstück, ein zufriedener Kunde.






