Sobald ein Befall erkannt ist, stellt sich die Frage nach der richtigen Bekämpfung. Die Methoden unterscheiden sich in Wirksamkeit, Zeitpunkt und Nebenwirkungen erheblich.
Mechanisches Absaugen – unser Standard
Nester, Raupen, Häutungsreste und Brennhaare werden mit einem Industriesauger der Staubklasse H (HEPA-Filter) vollständig aufgenommen und in verschlossenen Behältern entsorgt. Vorher werden die Brennhaare fixiert, damit beim Arbeiten nichts aufwirbelt. Anschließend reinigen wir Stamm und Umfeld.
- Vorteile: ganzjährig möglich, entfernt auch Altnester, keine Chemie, sofort wirksam, für Spielplätze, Kitas und Gewässerumfeld geeignet.
- Voraussetzung: Vollschutz, Absaugtechnik und Erreichbarkeit der Nester – per Hubarbeitsbühne oder Seilklettertechnik.
Biozide (Sprühen)
Bacillus-thuringiensis-Präparate oder Häutungshemmer werden im Frühjahr in die Krone gesprüht und wirken auf junge Raupen. Nachteile: nur in einem kurzen Zeitfenster im April/Mai wirksam, nicht gegen Nester und Altnester, Auflagen zum Schutz anderer Schmetterlinge, Abstandsregeln zu Gewässern – im Spreewald kaum einsetzbar.
Nematoden
Fadenwürmer werden nachts auf junge Raupen gesprüht. Biologisch, aber stark temperatur- und feuchteabhängig, mit begrenzter Wirkung und ebenfalls nur im Frühjahr.
Abflammen
Früher verbreitet, heute abzulehnen: Die Hitze wirbelt Brennhaare auf, schädigt die Rinde und ist bei Trockenheit brandgefährlich.
Unsere Empfehlung
Für einzelne Bäume, Wohnanlagen, Spielplätze, Schulen und alles im Umfeld von Menschen: mechanisches Absaugen. Für große Alleen und Waldränder kann eine Kombination sinnvoll sein – frühe Bekämpfung im Frühjahr, Absaugen der verbleibenden Nester im Sommer. Wir beraten Sie ehrlich, was bei Ihrem Bestand nötig ist.






