Angehobene Pflastersteine, Risse in der Einfahrt, ein wandernder Bordstein: Baumwurzeln suchen Wasser und Luft, und unter versiegelten Flächen finden sie beides direkt unter der Oberfläche. Das Problem ist verbreitet – die falsche Lösung kann jedoch teuer werden.
Warum Wurzelkappen gefährlich ist
Wer dicke Wurzeln in Stammnähe durchtrennt, nimmt dem Baum Halt und Wasserversorgung. Die Folge sind Pilzbefall über die Schnittstellen, Kronensterben und im schlimmsten Fall ein umstürzender Baum Jahre später. Bei geschützten Bäumen in Cottbus ist das Kappen von Wurzeln über fünf Zentimetern Durchmesser zudem genehmigungspflichtig.
Lösungen, die Baum und Pflaster erhalten
- Pflaster anheben und Unterbau anpassen: Die Fläche wird auf ein wurzelverträgliches Tragschichtmaterial gesetzt, Fugen bleiben offen.
- Wurzelbrücken oder Überbrückung: Bei Wegen kann die Oberfläche über die Wurzel geführt werden.
- Wurzelschutzfolien: beim Neubau von Flächen, nicht nachträglich am Altbaum.
- Baumscheibe vergrößern: Oft löst sich das Problem, wenn der Baum in Stammnähe mehr offenen Boden bekommt.
- Feinwurzeln zurücknehmen: Kleine Wurzeln unter zwei bis drei Zentimetern können fachgerecht geschnitten werden.
Wenn nur die Fällung bleibt
Manchmal steht ein Baum schlicht am falschen Ort – etwa eine Pappel direkt neben dem Fundament. Dann prüfen wir die Genehmigungsfähigkeit, fällen den Baum und fräsen Stumpf und Oberflächenwurzeln, damit die Fläche neu gepflastert werden kann.
Wir beraten Sie vor Ort, welche Variante bei Ihrem Baum und Ihrer Fläche sinnvoll ist – und stimmen uns bei Bedarf mit Ihrem Pflasterer ab.






