Der Bagger fährt, die Grube wird ausgehoben, der Baum steht noch. Zwei Jahre später ist er tot – oder kippt beim nächsten Sturm. Bauarbeiten sind die häufigste Ursache für Baumschäden auf Privatgrundstücken, und bei geschützten Bäumen auch ein Bußgeldrisiko.
Warum Wurzeln das Problem sind
Die Feinwurzeln eines Baums liegen in den oberen 30 bis 60 Zentimetern Boden und reichen weit über die Krone hinaus. Abgraben, Befahren, Aufschütten, Lagern von Material oder Verdichten in diesem Bereich zerstört sie – der Baum verliert Wasser, Nährstoffe und Halt.
Was die DIN 18920 verlangt
- Schutzzaun um den Wurzelbereich (Kronentraufe plus 1,50 m) – kein Befahren, Lagern, Betanken
- Bei unvermeidbaren Grabungen: Handschachtung oder Saugbagger im Wurzelbereich, saubere Schnitte an Wurzeln
- Keine Aufschüttungen und Abgrabungen im Wurzelbereich
- Stammschutz bei Arbeiten in Stammnähe
- Bewässerung und Pflege während der Bauzeit
Baumschutz ist Auflage
Bei geschützten Bäumen in Cottbus sind Baumschutzmaßnahmen regelmäßig Bestandteil der Baugenehmigung. Werden sie missachtet, drohen Bußgelder – und die Pflicht zur Ersatzpflanzung, wenn der Baum stirbt.
Was wir für Bauherren tun
- Bestandsaufnahme vor Baubeginn: Welche Bäume sind geschützt, welche gefährdet?
- Baumschutzkonzept und Abstimmung mit der Naturschutzbehörde
- Kronenpflege vor dem Bau, um Lichtraum für Gerüste und Fahrzeuge zu schaffen
- Fachgerechter Wurzelschnitt bei unvermeidbaren Grabungen
- Genehmigte Fällungen, wo der Erhalt nicht möglich ist
- Nachsorge: Wässern, Mulchen, Kontrolle in den Jahren nach dem Bau
Sprechen Sie uns vor dem Bau an – nicht danach. Ein Gespräch mit Ihrem Architekten oder Bauleiter kostet wenig und rettet oft den Baum, der Ihr Grundstück prägt.






