Viele denken bei Baumpflege an den Sommer – dabei ist der Winter die Hauptsaison für alle größeren Eingriffe. Zwischen November und Februar sind Laubbäume in der Saftruhe, die Krone ist ohne Blätter gut einsehbar, und der Boden trägt schwere Technik besser als im nassen Frühjahr.
Was im Winter ansteht
- Kronenschnitt und Kroneneinkürzung: starke Eingriffe verkraften Bäume in der Ruhephase am besten.
- Obstbaumschnitt: Apfel, Birne und Quitte werden von November bis März geschnitten.
- Fällungen: Das Fällverbot nach § 39 BNatSchG gilt von März bis September – der Winter ist die Zeit für geplante Fällungen und Rodungen.
- Hecken auf Stock setzen: starke Rückschnitte sind nur bis Ende Februar erlaubt.
- Pflanzungen: bei frostfreiem Boden bis März.
Was im Winter nicht geht
Bei Frost unter etwa minus fünf Grad sollten keine Schnitte erfolgen, weil das Holz splittert und Wunden schlecht heilen. Kirschen, Pflaumen und Walnüsse werden im Sommer bzw. Herbst geschnitten, nicht im Winter. Und immergrüne Hecken wie Thuja sollten bei Frost ebenfalls in Ruhe gelassen werden.
Der Vorteil für Sie
Im Winter haben Baumpflegebetriebe mehr Kapazität, Termine sind kurzfristiger möglich und der Garten wird weniger in Mitleidenschaft gezogen – Beete sind leer, der Rasen ruht. Wer jetzt plant, hat im Frühjahr gesunde, sichere Bäume.
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