Kaum eine Frage erreicht uns im Sommer so oft: „Meine Thuja wird braun – was kann ich tun?“ Die Antwort hängt davon ab, wo und wie die Verfärbung auftritt. Nicht alles ist ein Grund zur Sorge, manches lässt sich aber nicht mehr umkehren.
Harmlos: Herbstliche Innenbräunung
Im Herbst werfen Thujen im Inneren der Hecke alte Schuppenblätter ab – die Hecke sieht von außen unverändert grün aus. Das ist normal.
Trockenstress
Thuja ist ein Flachwurzler mit hohem Wasserbedarf. Braune Spitzen und ganze braune Pflanzen nach trockenen Sommern sind in der Lausitz die häufigste Ursache. Lösung: in Trockenperioden einmal wöchentlich durchdringend wässern (20 bis 30 Liter je Pflanze), Boden mulchen. Abgestorbene Triebe erholen sich nicht.
Pilzkrankheiten
Braune, von der Spitze her absterbende Triebe mit schwarzen Punkten deuten auf Pestalotia-Zweigsterben oder Kabatina hin; brauner Befall von unten nach oben auf Wurzelfäule (Phytophthora) durch Staunässe. Befallene Triebe großzügig herausschneiden, Werkzeug desinfizieren, Schnittgut nicht kompostieren.
Streusalz, Hundeurin, Düngefehler
Braune Stellen an Straße, Einfahrt oder Gehweg im Frühjahr: Salzschäden. Braune Flecken in Höhe von 30 bis 50 cm: Hunde. Beides lässt sich durch Abschirmen und kräftiges Wässern begrenzen.
Schnittfehler
Wer Thuja ins alte, braune Holz zurückschneidet, bekommt dauerhaft kahle Stellen – Thuja treibt aus altem Holz nicht aus. Beim Formschnitt deshalb immer im grünen Bereich bleiben und die Hecke oben schmaler als unten halten, damit auch die unteren Bereiche Licht bekommen.
Wann Ersatz sinnvoll ist
Sind mehr als ein Drittel einer Pflanze oder mehrere Pflanzen in Folge braun, lohnt der Erhalt meist nicht. Wir entfernen abgestorbene Thujen samt Wurzel und beraten zu robusteren Alternativen wie Eibe, Hainbuche oder Kirschlorbeer – oder pflanzen neue Thujen in der passenden Größe.






